München, 21. Oktober 2010
Dabei hatten die Besucher nicht nur Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen – sie erfuhren auch, dass der Immobilienkauf vor allem zwei Dinge erfordert: eine gute Beratung und viel Zeit. Genau hinsehen, was man kauft, wo man kauft, aber auch wie man kauft. ‚Drum prüfe, wer sich ewig (oder zumindest sehr lange) bindet’ gilt auch für Immobilien.
Neben Fakten wie der Lage, der Nachbarschaft oder der Bausubstanz ist ein Aspekt nicht zu unterschätzen: die Emotion des Käufers. „Selbst wenn ein Objekt sozusagen ‚faktisch’ nicht zu beanstanden ist, bleibt von einem Erwerb abzuraten, wenn das Gefühl nicht stimmt“, empfiehlt Thomas Aigner. Das bedeutet: Fühlt sich der Käufer in der Immobilie nicht wohl oder lehnt er das Umfeld ab, sollte er von dem Kauf absehen. Auch dann, wenn er selbst nicht einziehen möchte.
Allein aus steuerlichen Gründen eine Immobilie zu erwerben ist ebenfalls nicht ratsam. Eine steuerliche Optimierung, so Regine Funke-Lachotzki, könne nur flankieren, nicht aber die grundsätzliche wirtschaftliche Entscheidung ersetzen.
Diskutiert wurde auch das Thema ‚Bauen mit einem Bauträger’. Um finanzielle Schäden zu vermeiden, rät Lutz Paproth „auf erfahrene und bewährte Partner zu setzen.“ Geprüft werden sollten im Vorfeld die Seriosität sowie die Leistungsfähigkeit des Bauträgers, etwa durch eine Sichtung der bereits realisierten Objekte. In Betracht kommt auch eine gesonderte Absicherung, etwa mittels einer Vertragserfüllungs- bzw. Gewährleistungsbürgschaft.
Letztlich wurde in der Podiumsdiskussion eines sehr deutlich: Wichtig für den Erwerb einer Immobilie sind weit mehr als die drei berühmten Kriterien „Lage, Lage, Lage“, wie sie der Hotelier Conrad Hilton in den 1920er Jahren definierte. Um die persönlich richtige Entscheidung zu treffen, sollte der Käufer auf sein Gefühl hören. Gleichzeitig benötigt er Sachkenntnis im rechtlichen Bereich und muss den Immobilienmarkt kennen und einschätzen können. Hier sollten in jedem Fall Experten zu Rate gezogen werden.
Die Podiumsdiskussion fand am Samstag, dem 16. Oktober 2010 um 12 Uhr im BFW-Fachforum im Rahmen der Messe statt. Die Teilnehmer waren:
Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Journalisten Peter Horn, Redaktionsleiter Immobilien bei der Süddeutschen Zeitung.
Pressekontakt
Aigner Immobilien GmbH
Dr. Berit Dirscherl
Ruffinistraße 26
80637 München
Telefon: (089) 17 87 87 27
Fax: (089) 17 87 87 88
E-Mail:
www.aigner-immobilien.de